Stellungnahme zum EVIT Abschlussbericht vom 1.12.2004
– Beschluss der Schulkonferenz vom 15.3.2005 -

Der EVIT Abschlussbericht vom 1.12.2004 wurde in der Lehrerkonferenz am 7. Dezember und in der Schulelternbeiratssitzung am 13. Januar 2005 ausführlich diskutiert.
Der EVIT Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 01. März 2005 die Diskussionsergebnisse zu dieser Stellungnahme zusammengefasst, die abschließend in der Schulkonferenz am 15. März beraten und beschlossen wurde.
Der Rückmeldebogen des EVIT Schulausschusses für das EVIT-Team liegt ausgefüllt dieser Stellungnahme bei.

Die Schule nimmt zu den einzelnen Punkten des EVIT-Abschlussberichtes wie folgt Stellung:

  • Die Angaben zu den Indikatoren- und Bewertungsstufen 10 bzw. 11 bleiben für uns ohne Aussagekraft, da weder in den EVIT Unterlagen noch in den Unterlagen zu den Vergleichsarbeiten Mindestanforderungen ausgewiesen werden.
  • Das Kollegium sieht keinen Bedarf die derzeitige Praxis des Materialaustausches innerhalb des Kollegiums zu ändern. Bereits jetzt werden die Unterrichtsmaterialien rege untereinander ausgetauscht. Neue Lehrkräften werden in diesen Austausch grundsätzlich vorbehaltlos einbezogen. Die Erfahrung der Vergangenheit mit frei zugänglichen Materialsammlungen in der Schule hat gezeigt, dass das ständige Kontrollieren und Nachfüllen der Teile zeit- und arbeitsaufwendiger ist als die private Kontrolle der eigenen Sachen durch jeden einzelnen Kollegen. Bei der persönlichen Ausleihe ist bekannt, wer etwas ausgeliehen hat. Offene Materialsammlungen in der Schule bergen durch die Anonymität die ständige Gefahr zu schwinden. Um dies zu vermeiden wäre ein Ausleihsystem erforderlich, das mehr Aufwand benötigt als es die jetzige Praxis erfordert.
  • Zur vorgesehenen Entwicklung eines für alle verbindlichen pädagogischen Konzeptes erfolgte während der Laufzeit des ersten Schulprogramms eine zeitintensive Diskussion auf einer relativ abstrakten Ebene. Zu konkreten Planungen kam es nicht. Die Konkretisierung bis in den Schulalltag hinein wird daher ein Schwerpunkt in der Fortschreibung des Schulprogramms für die nächsten Jahre sein. Dabei werden auch in geeignetem Maße Organisationsformen des offenen Unterrichtes wie auch anderer Unterrichtsformen für alle festgeschrieben werden. Der Vorschlag des Abschlussberichtes, dies über die Fachkonferenzen und die Schulkonferenz zu tun, erscheint vor dem Hintergrund der bisherigen zeitintensiven Diskussionen in Arbeitskreisen hilfreich und erfolgversprechend.
  • Die Reduzierung der Klasseneinteilung einzig und allein auf die Frage nach dem Wohnort ist der Sache in keinster Weise angemessen. Die Schlussfolgerung von den Wohngebieten auf soziale Brennpunkte bzw. schwierige Schüler ist nicht treffend. Dafür sind andere Stellgrößen wie z.B. der Besuch einer/welcher Kindertagesstätte maßgeblicher. Im Abschlussbericht bleiben organisatorische Maßnahmen zur Klassenbildung wie z.B. die Zusammenfassung der Buskinder in 2 oder 3 Parallelklassen pro Jahrgang und die Rücksichtnahme auf Elternwünsche unerwähnt. Beide haben aber einen erheblichen Einfluss auf die Klassenbildung bei der Einschulung. In der Diskussion mit abschließender Abstimmung sprach sich der Schulelternbeirat mehrheitlich/einstimmig für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus.
  • In der Diskussion der angesprochenen Regelung oder Überwachung der Pausenaktivitäten für einzelne oder alle Kinder erfolgte eine Rückbesinnung auf den Leitsatz „Wohlfühlen“, der u.a. zur Einrichtung der aktiven Pause geführt hat. Die Konkretisierung dieses Leitsatzes enthält die Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und Selbstorganisation als einen Schwerpunkt der Erziehungsarbeit unserer Schule. Bei Einführung des aktiven Pausenprogramms wurden Pausen als Zeiten angesehen, in denen die Kinder nicht fremdbestimmt agieren sondern sich frei entscheiden können und müssen, wie sie ihre ganz persönliche Pause gestalten. Die Lehrkräfte haben dabei selbstverständlich beratende Funktion. Pausen sind somit auch Trainingszeiten für die Selbstorganisation der Kinder. Eine straffe Regelung der Pausengestaltung durch Lehrkräfte über eine beratende Funktion steht dazu im Widerspruch und wird daher abgelehnt. Wir gehen nicht davon aus, dass sich z.B. motorisch aktive Kinder in den Pausen freiwillig in ein „Ruhe“-Angebot zurückziehen.
  • Für die Einrichtung von Lehrerarbeitsplätzen ist neben dem Ausbau des Bodenraumes im Verwaltungsgebäude eine weitere Alternative denkbar. Der Schulentwicklungsplan prognostiziert der Schule absinkende Schülerzahlen und demzufolge frei werdende Klassenräume in den nächsten 2-3 Jahren. Deshalb wurde bei der Renovierung und Einrichtung des jetzigen Lehrerzimmers bereits berücksichtigt, dass der Nachbarraum des Lehrerzimmers (zur Zeit als Medienraum/ Computerraum genutzt) mit einem einfach herzustellenden Wanddurchbruch mit dem Lehrerzimmer verbunden werden kann. Dort können Lehrerarbeitsplätze entstehen und der Fotokopierer und andere täglich genutzte Geräte ihren Platz finden. Diese Lösung ist erheblich zweckmäßiger, einfacher zu realisieren und kostengünstiger als der Einbau eines zweiten Fluchtweges für den Dachboden über dem Lehrerzimmer.


Der Abschlussbericht beschreibt die Leitlinien unseres pädagogischen Handelns in unserer Schule treffend. Er bestätigt den mit unserem Schulprogramm eingeschlagenen Weg und erinnert uns an Liegengebliebenes und gibt uns Anregungen für die weitere Arbeit.

Wir bedanken uns für die freundlichen Atmosphäre während des Evit-Besuches, für die offene Gesprächsbereitschaft und die positive Rückmeldung.


Brunsbüttel, den 16. März 2005

Für den EVIT Schulausschuss

Uwe Niekiel
Rektor

Kontakt

Boy-Lornsen-Grundschule
Schulstr. 2-4
25541 Brunsbüttel
Tel.: 04852– 2321
Tel.:Ganztagsbüro 04852 - 982570
Fax: 04852 - 982070
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.boy-lornsen-grundschule.de

 

Folgen Sie uns auf Twitter